Eine Lehrfabel?

Ist dieser alte Mythos vielleicht eine Lehrfabel? Ich frage mich wirklich, ob wir in die Authentizität dieser Saga glauben können? Es gibt zumindest drei Stellen in dieser Geschichte, wo der Ablauf gegen den gesunden Menschenverstand läuft, und vor allem auch gegen das Verständnis der Kultur, in der sich das ganze abspielte.

Ich bin der Meinung, dass die Glaubwürdigkeit der Sage durch diese fehlende Probabilität vermindert wird. Diese Details sind im einzelnen:

1/ Ein Patriarch, der seine Frau hinauswirft, wird sie in aller Regel nicht zu einem Abendessen einladen. Wie konnte Jokaste ihren Mann betrunken machen, wenn er nicht die formelle Repudiation rückgängig gemacht hätte? Und wenn er dies tat, so ist das Verhalten Jokastes, ihren Mann betrunken zu machen und ein Kind von ihm zu erzwingen sicher nicht höher in moralischer Haltung als sein Akt, sie ohne Begründung aus dem Haus zu werfen.

In der patriarchalischen Kultur des Altertums bedurfte die Repudiation einer Frau durch ihren Mann keinerlei Begründung, noch war es ausgeschlossen, dass er sie zurücknahm, wenn er sie in Wut hinausgewiesen hatte.

Wenn die Geschichte also sagt, sie hätten ein Mahl zusammen eingenommen und Wein dazu getrunken, so kann das nur bedeuten, dass Laius seine Repudiation rückgängig gemacht hatte.

Die Repudiation selbst als schmachvoll anzusehen, wie es Liz Greene und Sharman-Burke tun in ihrem Buch, mit der Begründung, er hätte seiner Frau den Grund dafür nennen müssen, ist ein allzu typisches Verhalten moderner Psychologen, einen historischen Text nicht auszulegen, sondern Annahmen in den Text hinein zu interpretieren, die darin nicht enthalten sind.

2/ Ein nobel erzogener und gebildeter junger Mann, der über eine königliche Karosse verärgert ist, soll den König brutal und ohne jeden Widerstand seines Geleits ermorden wie ein Strassenräuber, und ihn in den Dreck fahren und dort liegen lassen, ohne dass irgend jemand Zeuge der Tat ist?

Moment mal, das passt vielleicht in einen Hollywood Film, nicht aber in eine griechische Tragödie. Ein König fuhr seine Karosse nicht selbst, dafür hatte er nämlich sein Geleit, genauer gesagt, einen Pferdeknecht, oder mehrere solcher Knechte; also gab es genügend Leute, die einen hitzigen jungen Mann von einer solchen Tat abgehalten hätten. Die Geschichte ist hier total unglaubwürdig.

3/ Ein König, der einen Jungen entführt und vergewaltigt? Moment mal, schauen wir uns einmal genauer an, was Knabenliebe hiess im Altertum und was Entführung bedeutete! Hier müssten wir den originalen Text konsultieren, denn es käme darauf an zu wissen, ob der Junge von der Aristokratie abstammte, oder ein Sklavenjunge war.

Wenn der Junge ein Sklavenjunge war, so genas er überhaupt keinen rechtlichen Schutz. Anders im Falle eines Aristokratenjungen. Aber hier war das Gewohnheitsrecht so, dass ein Liebhaber einen Jungen für etwa zwei Wochen für sexuellen Verkehr ‘ausleihen’ konnte, wenn er dem Vater dafür eine Abfindung zahlte. Strafverfolgung war zu der Zeit ohnehin nicht eine Angelegenheit des Staates, sondern fand nur statt, wenn ein Kläger auftrat — im regulären Fall der Vater des Jungen.

Was die Autorinnen hier tun, ist wiederum Dinge in alte Texte hinein zu projizieren, die nicht darin sind.

Rechtlich war es so im alten Griechenland, dass die Entführung eines noblen Jungen verboten war nach griechischem Recht, nicht jedoch die Entführung von Sklavenjungen. Diese Art der Kindesentführung endete nicht, wie das heute ist, in Mord. Im regulären Falle würde der Liebhaber dem Jugendlichen ein mehr oder weniger beachtliches Geschenk überreichen, und im Falle einer Klage des Vaters, diesem eine Abfindung zahlen.

Im allgemeinen war die Entführung von Jugendlichen beiderlei Geschlechts üblich im ganzen Altertum, und solches endete, wenn es ein Mädchen war, entweder in einer Heirat mit dem Kind, oder, wenn der Liebhaber nicht zur Heirat bereit war, in einer mehr oder weniger substantiellen pekuniären Abfindung für den Vater des Kindes. Dies gilt sowohl für die Hebräische Kultur, als auch die Kulturen des alten Griechenlands und der Römer.

Wenn der Liebhaber ein König war, so hatte er sicher in jener Zeit das Recht, Sex zu haben mit Jugendlichen beiderlei Geschlechts, und er hätte ein Problem mit dem Gesetz nur dann gehabt, wenn er einen aristokratischen Jungen entführt hätte; aber auch da war es mehr ein moralisches als legales Delikt, denn er hätte immer noch durch Zahlung einer Kompensation an den Vater eine Verfolgung abwenden können.

Der Grundsatz staatlicher Verfolgung bei Sexualdelikten gegen Kinder ist eine neuzeitliche Errungenschaft, und war im Altertum unbekannt. Wenn die Eltern des Kindes keine Klage erhoben, so wurde ein Sexualtäter nicht verfolgt; dies war auch im Mittelalter so und gar noch während der Renaissance, und es ist sogar heute noch so in vielen Teilen der Welt.

Es ist daher weitgehende Ignoranz, wenn die Autorinnen hier aus Laius’ Knabenliebe ein Delikt ‘gegen die Götter’ herleiten wollen oder gar von einem kriminellen Delikt, oder einer Vergewaltigung im neuzeitlichen Sinne sprechen. Es spricht nicht für die Glaubwürdigkeit der Autorinnen, wie bekannt sie auch sein mögen, solch abstruses und ignorantes Gewäsch als ‘Mythologie’ zu verkaufen.

Ich bin daher der Meinung, man sollte diese Geschichte nicht wörtlich nehmen, sondern als eine Metapher ansehen, oder eine Lehrfabel, denn als Mythos müsste sie organisch in die Zeit passen, in der sie angeblich geschah. Das tut sie aber keinesfalls. Sie war wahrscheinlich die Ausgeburt moralistischer Schulmeister des 19. Jahrhunderts oder wurde so hingebogen, damit sie ins Schmiervokabular neuzeitlicher Repression passte und solchermassen als Lehrfabel dienen konnte, um sogenannte Moralität zu lehren.

Im Grunde, wenn man sich die clichéhaften Beziehungen zwischen den Akteuren einmal genauer ansieht, so stellt man fest, dass sie Rollen spielen, wie Marionetten auf einer Schaubühne, und nicht menschlich-emotional zu Werke gehen, wie das im wirklichen Leben der Fall ist.

Die Frage, die ich mir stellte, als ich diesen Mythos zum ersten Mal als Schauspiel im Theater sah, vor mehr als dreissig Jahren war die: ‘Wie würde ich eigentlich selbst gehandelt haben, wenn ich solch ein Orakel erhalten hätte?’ Und ich fand heraus, dass ich solchermassen argumentieren würde: ‘Was habe ich getan, dass ich solch ein schlechtes und fatales Orakel erhalte?’ Mit diesem Verlangen nach Selbsterkenntnis hätte ich versucht, Schritt für Schritt heraus zu finden, was meine Ursprünge sind, und was die Umstände meiner Geburt waren. Ich hätte sicher auch gebetet, um Antwort von der göttlichen Stimme in mir zu erhalten, und hätte in stiller Meditation darauf gewartet, Zeichen zu erhalten, die mich leiten in meiner inneren Reise.

Hätte Ödipus das getan, hätte er diese Fragen gestellt, so besteht eine grosse Chance, dass er nach Korinth zurückgekehrt wäre, um ein offenes Gespräch mit seinen vermeintlichen Eltern zu haben. Und hier, wäre er seriös und dediziert gewesen, um Antwort zu erhalten, so besteht wiederum eine hohe Chance, das seine Adoptiveltern ihm die Wahrheit über seine Ursprünge enthüllt hätten. Und mit dieser Öffnung seines Bewusstseins hätte der Zauber des Orakels seine Macht über ihn verloren, und er hätte spirituelle Freiheit erlangt.

Diese Art der Innewendung, vergleichbar mit einer Reise zum Baum der inneren Erkenntnis, diese Verbindung mit dem Selbst ist es genau, was die Wut gar der rachedurstigsten Götter besänftigt, und das ist es, warum auf dem Eingang zum Apollotempel in Delphi, für jeden sichtbar, geschrieben steht:

— Kenne dich selbst!

Aber im alten Patriarchat wie auch in der postmodernen Konsumkultur — denn letztere ist lediglich eine modernisierte Version davon — ist der innere Weg nicht populär; weder an Schulen, noch an Universitäten praktizieren junge Menschen Kontemplation, die meditative Innenschau, die den Weg öffnet zur Selbsterkenntnis. Dies ist denn auch der grösste Schandfleck unserer patriarchalischen Kultur, weswegen ich von einer kulturellen Perversion spreche.

Und um auf Freud zurückzukommen, so muss ich sagen, dass ich in meiner Untersuchung sofern nicht herausfinden konnte, warum er die Ödipussage heranzog, um das psychosexuelle Wachstum des Kindes metaphorisch darzustellen? Ich kann soweit nur sehen, dass Freud damit zeigen wollte, dass das moderne Kind neurotisch ist, oder potentiell neurotisch ist, weil es nämlich in einer Kultur aufwächst, die selbst tief schizoid und fragmentiert ist.

Françoise Dolto (1908–1988), welche international als Kindertherapeutin bekannt war, da sie sogar psychotische Kinder heilen konnte, sagte in einem ihrer Seminare über die Psychoanalyse von Kindern, dass viele junge Psychoanalytiker vergessen, dass nur das neurotische Kind inzestuös auf seine Eltern fixiert ist, nicht jedoch das psychisch gesunde Kind.

Wenn ich könnte, würde ich Dolto fragen: ‘Wieviel Prozent der Kinder unserer modernen Konsumkultur, denken Sie, sind psychisch gesund im Sinne, dass sie sexuell voll funktionell sind, ohne jedoch erotisch von ihren Eltern angezogen zu sein?’ Meine eigene Schätzung ist, dass es vielleicht maximal 10% sind.

So bin ich denn wieder ganz am Anfang, wissend, was ich ohnehin wusste, dass eine Kultur pathologisch ist, die Familie in der Art gestaltet, dass inzestuöse Fixierungen darin regulär ein Problem sind!

Und dass sie wirklich regulär sind in der modernen Kleinfamilie, ist wirklich, was Dolto glaubte und offen bekannte. In ihrem Buch La Cause des Enfants (1985) schreibt sie: ‘In der heutigen Kleinfamilie, vor allem in der Stadtkultur, sind die Spannungen und Konflikte viel explosiver, und das ist so, weil sie unterschwellig sind. Heute ist die Zahl von Personen, mit denen ein Kind in Kontakt ist viel geringer als das in früheren Epochen der Fall war. Im 17. und 18. Jahrhundert konnte ein Kind seine inzestuösen Gefühle auf andere Frauen als die eigene Mutter projizieren, welche gern Sexspielchen mit kleinen Jungen unternahmen oder allgemein, mit Kindern beiden Geschlechts, wenn sie nur nicht die Mutter der Kinder waren.’ (Id., 29)

Also, was muss ich tun? Die Psychoanalyse anklagen? Das ist etwa so, wie wenn man den Botschafter für die Botschaft straft. Sigmund Freud analysierte seine Kultur. Er hat keine neue Kultur erschaffen. Er wollte die Kultur nicht verändern, obwohl er sie als pervertiert ansah, weil er verstand, dass sie mehr Schlechtes als Gutes mit ihrem Moralismus, ihren Kriegen und ihren Tabus hervorbringt. Er sah seine Aufgabe als Psychiater darin, diejenigen zu heilen, die mehr oder weniger zwangsläufig von den Pathologien dieser Kultur negativ affektiert sind.

Aber hier folge ich Freud nicht. Ich kann es wohl als meine Aufgabe ansehen, dabei mitzuhelfen, eine neue Gesellschaft zu gründen, eine Gesellschaft nämlich, die Kindern mehr Freiheit gibt zum Körperspiel.

Ich kann mich zum Beispiel mit der Position Wilhelm Reichs identifizieren, welcher bekanntlich auf den schärfsten Widerstand Freuds stiess, als er sich für die freie Sexualität von Kindern und Jugendlichen einsetzte. Reich argumentierte, dass wir nicht die Opfer dieser Kultur sind, und dass wir zu einem gewissen Grad mitverantwortlich sind, wenn wir die Kultur einfach passiv akzeptieren, obwohl wir wissen und täglich sehen, wieviel Leid sie hervorbringt bei jungen Menschen.

Ich persönlich bin der Meinung, Reich hatte hier die verantwortlichere Position eingenommen, obwohl man deswegen nicht sagen kann, dass Freud Unrecht hatte. Er war lediglich konservativ. Das war eben seine Einstellung.

Und dann gehe ich einen Schritt weiter, einen kleinen Schritt. Ich weiss, dass ich Menschen heilen kann, die von dieser Kultur negativ affektiert sind, und dass ich gleichzeitig dabei mithelfen kann, diese Kultur positiv zu verändern. Und wichtiger noch, ich weiss, dass ich mich bei der letzteren Aufgabe nicht der Psychoanalyse bedienen kann. Es leuchtet unmittelbar ein, dass ich, wenn ich die Gesellschaft verändern will, über die Analyse hinausgehen muss. Ich muss auch darüber hinaus gelangen, die Gesellschaft anzuklagen. Ich muss einen besseren Weg finden, und das tue ich damit, indem ich mich zunächst einmal selbst ändere. Ich muss also bei mir selbst beginnen. Was impliziert das?

Ich habe bereits einen Teil davon erwähnt: ich muss herausfinden, wer ich bin, was meine Ursprünge sind, was mein individuelles Karma ist, und das Karma meiner Familie. Sodann muss ich erfahren, was meine Talente sind, für was ich einzigartig begabt bin, welches mein kreatives Potential ist, ob es mathematisch ist, visuell, literarisch oder künstlerisch, ob es gut ist für eine Karriere in Design, in Malerei, in den ausführenden Künsten, in der Wissenschaft oder Philologie, oder ob ich manuell begabt bin, um im Kunsthandwerk zu arbeiten, oder um Pianist zu werden.

Der nächste Teil dieser Reise nach Innen impliziert heraus zu finden, was meine spirituelle Orientierung ist, was ich als meine ganz natürliche und individuelle Spiritualität empfinde, und welche Wasser ich ziehen kann, oder nicht ziehen kann, von den etablierten Religionen. Ich mag es vorziehen, mir meine eigene Religion zurechtzubasteln, meine eigene liberale oder nicht so liberale Spiritualität zu definieren.

Was geschieht, wenn ich das tue? Ich gelange dadurch nicht nur zu Selbsterkenntnis; ich helfe auch dabei, die Kultur zu ändern.

Das mag man mit morphischer Resonanz erklären oder wie auch immer, Tatsache ist aber, dass wir das, was wir für uns selbst erreichen und realisieren auch immer für die Kultur tun. So tragen wir schrittweise dazu bei, dass die Gesellschaft sich reformiert, dass sie in grösseres Bewusstsein hineinwächst und dass sie, durch grössere Selbstreflektion, dann auch letztlich die Strukturen der Gewalt erkennt und zum Besseren ändert.

Zum Beispiel, wenn ich als Kind traumatisiert wurde, werde ich therapeutischen Rat suchen und werde versuchen, mit den Verhaltensmustern, die ich als Folge dieser frühen Verwundung erkenne, konstruktiv zurecht zu kommen. Ich stelle also beispielsweise fest, dass diese frühe Verletzung zu einer Angstreaktion führte, die noch immer ‘in meinen Knochen steckt’ und die den Fluss meiner Vitalenergie blockiert.

So komme ich also zur Einsicht, dass ich mich darum bemühen muss, meine Bioenergie in einen harmonischen Fliesszustand gelangen zu lassen, indem ich zum Beispiel ein Sexualleben führe, das andere nicht verletzt, und das möglichst frei ist von Angst und Obsessionen.

Ich werde dabei nicht auf das hören, was die Gesellschaft mir sagt, weil ich weiss, dass die Gesellschaft selbst es ist, die das hervorgebracht hat, worunter ich als Kind litt, nämlich Gewalt, Brutalität und eine vollkommen idiotische und unnatürliche Erziehung.

Ich werde eher auf meine innere Stimme hören, die mir sagt, dass die Moralität, auf der diese Gesellschaft begründet ist, falsch ist, dass sie sozusagen auf dem Kopf steht, weil sie Gewalt gegenüber Kindern gutheisst, aber gleichzeitig behauptet, Kinder würden durch Sex ‘traumatisiert.’

Weil ich es besser weiss, weil ich es sicher weiss, lasse ich mir von der weitgehend ignoranten Gesellschaft nichts vorschreiben. Ich plädiere also für grösseren Respekt vor dem emotionalen und sexuellen Leben von Kindern, und für die Abschaffung jeder Art von ‘erzieherischer’ Gewalt, sei es in Form von Körperstrafen, sei es in Form von emotionaler Manipulation des Kindes.

Das ist der Weg des wahren Helden. Im folgenden werde ich demgegenüber die verschlungenen Pfade des ödipalen Helden einmal genauer unter die Lupe nehmen. Dann mag der Leser selbst entscheiden, was sein oder ihr eigener Weg ist, denn jeder ist frei zu wählen, was für ein Held er sein möchte — ein wahrer Held oder ein Scheinheld. Ödipus war das letztere.

Der wahre Held integriert seine Selbsterkenntnis, der ödipale Held, der Scheinheld, tut es nicht. Das ist wirklich der einzige Unterschied zwischen beiden.

Aber dieser kleine Unterschied in unserer inneren Einstellung, in unserer Weltanschauung, in unserem Verhalten, in unserer Orientierung, macht einen riesenhaften Unterschied darin, welches Karma die Person für sich selbst kreiert.

Um es zusammenzufassen, würde ich sagen, dass der wahre Held für den Fortschritt der Menschheit kämpft, während der ödipale Held für den Rückschritt der Gesellschaft arbeitet.

Warum das so ist, ist eigentlich recht einfach zu verstehen. Die Mission des wahren Helden, da sie auf bewusster Wahl beruht, bringt einen Bewusstseinsvorsprung bei der gesamten Menschheit hervor. Die Mission des ödipalen Helden, da sie auf einer unbewussten Verschränkung mit äusseren Umständen beruht, bringt mehr Impulsivität und unbewusste Verkettung von Ereignissen bei der ganzen Menschheit hervor. Um es noch kondensierter auszudrücken, so könnte man sagen, dass der wahre Held mehr Licht, und der ödipale Held mehr Schatten hervorbringt.

Anders ausgedrückt könnte man den ödipalen Helden als den Gegenspieler in der menschlichen Evolution ansehen. Er ist deswegen in Amt und Würden immer in Zeiten des Faschismus, der politischen Restauration, religiöser Tyrannei und der Regression wahrer Spiritualität in fundamentalistischen Fanatismus.

Um es in ultimativer Kürze zu sagen, so ist der wahre Held emotional intelligent, während der ödipale Held emotional tot ist.

Advertisements