Für eine humane Sozialpolitik


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[Diese Schrift ist in Bearbeitung. Die englische Version dieses Textes findest Du hier. Ich werde wohl noch eine Zeit brauchen, das alles ins Deutsche zu übersetzen, aber ich werde es sicher tun, denn der Ex-Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat Interesse angemeldet an meiner Idee, Sozialpolitik und Sexualgesetze total zu reformieren, und bat mich, ihm eine Kopie der Übersetzung zu schicken.]

https://medium.com/@pierrefwalter/the-12-angular-points-of-social-justice-and-peace-54b0faa2cf70

Die 12-Punkte Agenda

1/12 Die Schaffung von mehr Strafbarkeit führt zu mehr Gewalt.
Die Dekriminalisierung von menschlichem Verhalten führt zu mehr Frieden.

3/12 Die Völker sind gesund und stark.
Ihre Regierungen sind krank und schwach.

4/12 Natürliche Intimität Duftet.
Regierungsamtlich abgesegnete Intimität stinkt.

5/12 Kinderschutz, Kinderputz, Kindernutz.
Schutz ist Sklaverei, die Blindekuh spielt.

6/12 Mehr Erziehung bringt Bereicherung.
Mehr Gefängniskilometer bringen Verarmung.

7/12 Freie Erziehung ist wünschenswert.
Staatlich finanzierte Manipulation ist es nicht.

8/12 Politisch neutrale Wissenschaft ist die Zukunft.
Politische korrekte Wissenschaft ist die Vergangenheit.

9/12 Humanismus und Realismus gründen sich auf Wahrheit.
Idealismus und Ideologie gründen sich auf Manipulation der Wahrheit.

10/12 Mehr Lust als Lebensfunktion bringt mehr Frieden.
Gewalt als negative Lebensfunktion bringt mehr Krieg.

11/12 Homoerotische Affektion ist psychologisch notwendig.
Homosexuelle Anziehung ist es nicht, aber tolerierbar.

12/12 Kindern das Recht zu geben auf ihren Intimbereich ist eine Sache.
Pädophilen das Recht zu geben auf den Intimbereich des Kindes ist eine andere Sache.

1/12

Die Schaffung von mehr Strafbarkeit führt zu mehr Gewalt.
Die Dekriminalisierung von menschlichem Verhalten führt zu mehr Frieden.

Es ist fast zu einer Mode geworden unter modernen Regierungen, natürliche menschliche Verhaltensweisen strafrechtlich als Verbrechen zu normieren, obwohl diese Verhaltensweisen seit Hunderten wenn nicht Tausenden von Jahren sozial adäquat waren und keinem etwas zuleide tun.

Pflanzen wie Cannabis, Pilze wie der Fliegenpilz, die Opiumstaude oder die Ayahuasca Liane werden als ‘illegal’ deklariert von einer Anzahl von Regierungen, welches, um nur Terence McKenna zu zitieren, gerechtfertigte Zweifel an der mentalen Hygiene unserer Regierungen und Parlamente aufkommen lässt.

In Nepal wird Marihuana von allen Mönchen geraucht, weil es Meditation fördert, das Ego schwächt und den Zugang zum höheren Selbst fördert. Im übrigen ist die Cannabis-Pflanze seit Jahrtausenden als eine der potentesten Heilpflanzen in der Naturheilkunde bekannt.

In Indien kann man auf jedem Markt kleine grüne Cannabis-Rollen kaufen, die man gewöhnlich als Tee aufbrüht, um Magenbeschwerden und andere Leiden effektiv und fast kostenlos zu bekämpfen. Daran hat natürlich die moderne Medizin kein Interesse, denn sie will ihre chemischen Drogen möglichst teuer an den Mann (und die Frau) bringen.

LSD, von Albert Hofmann 1943 im Sandoz-Laboratorium entdeckt, und obwohl es sehr positive Resultate lieferte in der Psychotherapie.

Hofmann setzte sich zeitlebens dafür ein, dass psychedelische Substanzen wie das LSD zu Forschungszwecken legalisiert werden sollen.

Optimistisch äußerte er die Ansicht, die richtige Anwendung von LSD in der menschlichen Kultur sei eine Frage der Zeit. Als in den USA in den 1960er Jahren Timothy Leary den Massenkonsum von LSD propagierte, übte Hofmann starke Kritik. Mit der Substanz müsse vorsichtig umgegangen werden, es handle sich nicht um eine Genussdroge. Als in dieser Zeit die CIA zu Forschungszwecken LSD an nicht darüber informierte Versuchspersonen verabreichte (mit einem folgenschweren Todesfall), bezeichnete er diese Vorgehensweise als Verbrechen.

In allgemeinen lässt sich sagen, dass es dieser neue Trend von Regierungsparanoia endlich publik gemacht werden muss, denn es wird bei alledem total übersehen, dass Kulturen, die nicht so entfremdet sind von der Natur, wie wir es sind, diese Verbote nicht kennen, und dennoch keine der von unseren Regierungen unterstellten Drogenabhängigkeiten kennen. Dies wird von ethnologischer Literatur und Literatur über Schamanismus klar herausgestellt, aber in unsere Medien nach wie vor unterdrückt — ganz einfach aus Gründen politischer Korrektheit.

Ich qualifiziere diesen Trend als legislative Perversion, die in den 70er und 80er damit begann, dass man den Konsum bestimmter Pflanzensubstanzen, wie zum Beispiel psychedelischer Pilze und Pflanzen als illegal erklärte.

Albert Hofmann, von Sandoz in der Schweiz, der Entdecker von LSD, schreibt in seinem Buch LSD, My Problem Child (1979/2009):

LSD Forscher reagieren in verschiedener Weise auf die gesetzlichen und politischen Sanktionen gegen den Gebrauch von psychedelischen Drogen. Einige von ihnen haben das Verbot zähneknirschend akzeptiert und sind zu traditionellen therapeutischen Methoden zurückgekehrt, welche sich dann allerdings als schmerzlich ineffektiv erweisen. Einige von uns haben versucht, drogenlose Methoden zu entwickeln, um ungewöhnliche Bewusstseinszustände hervorzubringen, welche in etwa mit denen vergleichbar sind, die wir von psychedelischen Drogen kennen. Andere haben die ausserordentlichen Vorteile der LSD Psychotherapie erkannt, entschieden jedoch dafür aus der Erwägung heraus, dass die soziale und gesetzliche Unsicherheit der Therapie den Patienten letztlich keinen Dienst erweist — sie setzten also LSD im Geheimen weiter ein in ihrer therapeutischen Arbeit. Zusätzlich zur therapeutischen Leistungsfähigkeit psychedelischer Drogen, sah man auch, dass Patienten eine Art von religiöser Erfahrung machten durch die Therapie; und hier spreche ich von Religion im besten Wortsinn. Von dieser Perspektive aus gesehen erscheinen die gesetzlichen Sanktionen gegen psychedelische Drogen nicht nur unsinnig und fehlgeleitet, sondern stellen eine ernsthafte Beeinträchtigung der in der amerikanischen Verfassung garantierten Religionsfreiheit.

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