Astrologie und Bewusstsein


Inhalt

Einleitung
Astrologie und Bewusstsein
Die Wissenschaft von der Selbstkenntnis
Astrologie und Wissenschaftliches Gebet
Eine Methode der Selbsterfahrung
Die Integration von Energien
Astrologische Wahrheitsfindung
Das Kreative Gebet
Was ist Religio?
Weisheit des Unterbewusstseins
Die Arbeitsmethode


Einleitung

In diesem Artikel werde ich meinen Blick wieder auf den Menschen und seine Evolution richten. Ich habe seit der Schulzeit astrologische Beratung praktiziert und spezialisierte mich auf karmische Astrologie, welche auf jede Art von Zukunftsvoraussagen absieht und Menschen dabei hilft, Selbstkenntnis zu erlangen durch das Herausfinden ihrer einzigartigen Talente und Begabungen und ihrer Lebensmission. Ich habe dann diese Branche der Astrologie kreativ ausgedehnt, indem ich die Arbeit mit positiven Affirmationen in die astrologische Konsultation integrierte, was dazu führte, dass ich einen neuen Ansatz zur Persönlichkeitsarbeit formulierte.

Ich bin der Meinung, dass wir im neuen Zeitalter keine ‘alte’ Astrologie mehr betreiben können, welche den Menschen vorgaukelt, die ‘Zukunft vorauszusagen,’ da das einfach nicht der Fall ist, und niemals der Fall war mit seriöser astrologischer Beratung.

Dieser Artikel führt denn auch ein in das, was ich ‘eine neue Astrologie’ nenne. Dies ist systemisch auch gerechtfertigt in einer Publikation über Spiritualität und Frieden, weil ein solcher Frieden, wie wir bereits gesehen haben, schwerlich von den Staaten als Entscheidungsträger hervorgebracht werden wird, sondern, wenn überhaupt, durch die Menschen ‘im Staate,’ mittels einer Erweiterung des menschlichen Bewusstseins.

Ich möchte hier eine vorsorgliche Anmerkung machen bezüglich des Wertes oder Unwertes von Voraussagen, ganz allgemein, oder dessen, was man Divination nennt. Das Wort ‘Divination’ kommt vom Lateinischen ‘divinus,’ was ‘göttlich’ heisst; so kann man das Wort ‘Divination’ auch erklären mit der Umschreibung: ‘die Götter um Rat fragen’ oder ‘das kosmische Bewusstsein eruieren’ oder aber ‘erfahren, ob meine Handlung im Einklang ist mit dem göttlichen Zweck.’

Wir werden weiter unten genauer erfahren, was dies heisst für das I Ging, das alte chinesische Orakelbuch, und wie man damit erfahren kann, was ‘rechtes Handeln’ ist.

Hier möchte ich nun einen warnenden Hinweis geben vor den Gefahren, die dem lauern, der sich von der niedrigeren Oktave von ‘Wahrsagern’ bezirzen lässt und alles für bare Münze nimmt, was er da zu hören bekommt. Nicht umsonst warnt die Bibel vor Wahrsagern und Astrologen, obwohl dieser Rat in seiner Allgemeinheit recht paternalistisch erscheint.

Es ist aber ein wahrer Sinn darin, wie es Dr. Joseph Murphy in vielen seiner Bücher zeigte. Das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, was eine Wahrheit ist, und was eine Suggestion ist. Wenn es hört, sei es vom Astrologen oder vom Arzt, ‘Sie haben Krebs und höchstens noch sechs Monate zu leben!,’ dann kann es eine solche Behauptung nicht hinterfragen, und nimmt sie daher als Wahrheit an.

In dem Moment sprechen wir von einer Suggestion. Das Unterbewusstsein wird dann alles daransetzen, diese Tatsache, die es als Wahrheit ansieht, auch zu realisieren. Die Folge ist, dass Sie in sechs Monaten sterben werden, wohlgemerkt nicht, weil der Astrologe oder Arzt Recht hatten, sondern weil ihr Unterbewusstsein die Suggestion als selbsterfüllende Prophezeiung realisiert hat.

Warum ist das so? Das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden was wahr ist, oder Lüge, was Traum ist oder Realität, was Utopie ist oder reales Projekt. Es ist nur der wache logische, rationale Verstand, der diese Unterscheidungen treffen kann, und das ist der Grund, warum die Natur uns einen solchen Verstand verliehen hat.

Aber wir brauchen das Unterbewusstsein, um all unsere unbewussten Funktionen zu regeln und aufrechtzuerhalten, wie Herzschlag, Blutfluss, Hormonhaushalt, pH Wert des Blutes, und so fort. Daher ist es so wichtig, alles zu hinterfragen, was wir erfahren, was uns als sogenanntes ‘Wissen’ präsentiert wird, und das gilt auch für medizinisches Wissen, astrologisches Wissen oder irgendwelches anderes Wissen.

Eine neue Astrologie ist eine solche, die auf Suggestionen aus ethischen Gründen vollkommen verzichtet und die zugibt, dass Zukunft nicht voraussagbar ist, da wir selbst durch unser Denken und Fühlen unsere Zukunft in jedem einzelnen Augenblick selbst bestimmen — und daher mit der gleichen Logik auch ändern können.

Also kann das Konzept einer ‘statischen Zukunft,’ wie es der traditionellen Astrologie zugrunde liegt, auf der heuten Bewusstseinsstufe nicht mehr aufrechterhalten werden.

Es ist aus dem gleichen Grund Unfug, von bestimmten fatalen Änderungen im Leben von Menschen zu reden, nur weil ‘grosse Planeten’ wie Uranus, Neptun oder Pluto sich in Transit befinden zu natalen Planeten oder Aspekten, wie das die meisten professionellen Astrologen untersuchen.

Was solche Befragungen erzeugen, ist in den meisten Fällen Angst, und Angst ist sicherlich, was am ehesten und wahrscheinlichsten genau die fatale Voraussage realisiert und inkarniert, die einem von Astrologe X oder Wahrsager Y als ‘zukünftiges Schicksal’ präsentiert wurde.

Eine neue Astrologie kann sich daher ethisch nur als eine solche verstehen, die auf ‘Zukunftsprognosen’ gänzlich verzichtet, und Astrologie wieder als die ‘Wissenschaft von der Selbstkenntnis’ definiert und praktiziert, die sie im Altertum, im alten Ägypten, Griechenland und Persien, zum Beispiel, auch war.

In dieser Funktion, als Hilfe zur Selbsthilfe, als Leitfaden zur Selbstkenntnis, hat sie Wert und kann und soll sie vielen Menschen behilflich sein, aber dazu muss sie ihre Methodik ändern.

Ich habe deswegen die wissenschaftliche Gebetstechnik, die James Allen (1864–1912), Ernest Holmes (1887–1960), Joseph Murphy (1898–1981) und Catherine Ponder entwickelt haben, und die ich als ‘kreatives Gebet’ dann wiederum weiterentwickelt habe, in diese neue Astrologie integriert.

Die astrologische Methode würde demzufolge dann aus zwei grossen Bereichen bestehen, der Diagnose und der Heilung. Die astrologische Beratung würde sich dann lediglich als Diagnose verstehen und bewusst absehen von jeder ‘Lösung’ des Problems. Man würde dann in einem zweiten Schritt, und ohne die Hilfe des Astrologen weiter zu benötigen, das Problem göttlicher Leitung übergeben.

Zu diesem Zwecke würde man ein Heilungsgebet erstellen, das aus einer kurz und prägnant formulierten positiven Affirmation besteht, welche den Zustand, den man erreichen möchte, bereits als realisiert hinstellt und somit dem Unterbewusstsein ganz konkret eine Handlungsalternative zur Verfügung stellt.

Das Unterbewusstsein, das als Wahrheit das akzeptiert, was man ihm als Wahrheit eingeprägt hat, wird dann nicht die ‘Diagnose’ realisieren, die der Astrologe in seinem Memorandum formulierte, sondern das, was man in seinem Heilungsgebet als wahr anerkannt hat. Somit kann das Ziel dann sicher erreicht werden und ohne Gefahr von irgendwelchen Angstgefühlen, die alles nur noch schlimmer machen.

Astrologie und Bewusstsein

Wir leben in einer Zeit, in der ein großer Neubeginn in allen Bereichen des Lebens und der Geisteswelt sich abzeichnet. Die Menschheit verlässt langsam aber sicher die Zeitalter der kollektiven Manie und Tyrannei und bewertet mehr und mehr das Individuum, und autonome Formen der Wahrheitsfindung.

Wenn wir uns daran machen, die Agenda einer Friedenskultur auszuarbeiten, so müssen wir an einem Punkt stillhalten und uns überlegen, ob es denn nur die politischen, sozialen, ökonomischen und strategischen Argumente sind, die wir auszuformulieren haben, oder ob es darüber hinaus nicht auch eine geisteswissenschaftliche und spirituelle Dimension gibt, die Bestandteil einer solchen Kultur sein wird. In der Frage liegt die Antwort, obwohl es natürlich keine neue Antwort ist.

Aber auch die Frage ist nicht neu. Im Grunde ist alles das nicht neu und bereits Plato, unter anderem in seinem Höhlengleichnis, hat auf die Relativität der Wahrheit hingewiesen.

Dennoch haben geistliche und säkulare Autoritäten, nicht nur in Europa, einen Wahrheitsanspruch erhoben, der sich als absolut verstand. Auch die Doktrin von Jesus Christus, die man heute gern als den Machttendenzen der Kirche, die er gründete, völlig entgegengesetzt anzusehen sich bemüht, hat letztlich einen Absolutheitsanspruch vertreten. Lehrte er nicht, dass niemand ohne seine Mittlerschaft ins Himmelreich kommen könne?

Doch auch der Buddha behauptete kühn, er habe die Wahrheit gefunden, als er den achtfachen Pfad begründete. Seine Lehre beginnt mit der Feststellung, dass alles Leben Leiden sei.

Ist dies wirklich so? Oder ist dies lediglich so, wenn und weil man die Welt, und das Leben, unter einem bestimmten Blickwinkel sieht, oder sehen möchte? Der Buddhismus scheint im Verlangen den Grund allen Übels zu sehen und, zieht man das Gleichnis von Adam und Eva in Betracht, die der Bibel zufolge, aus dem Paradiese gejagt wurden, weil sich das Verlangen bei ihnen regte, so drängt sich einem die Vermutung auf, dass die Anschauung, im sexuellen Verlangen liege sozusagen der Grund allen Übels, über eine bestimmte Religion oder Doktrin hinausgeht und im menschlichen Denken der letzten Jahrtausende fest verankert ist.

Hingegen hat die Psychoanalyse uns gezeigt, dass es gerade das Verlangen ist, das uns zu unserer wahren Bestimmung führt, weil es uns öffnet gegenüber uns selbst und der Welt um uns.

Im Grunde wussten das die Märchen auch schon, bei denen es meist um verbotene Türen geht, die der Held niemals öffnen sollte, die er aber immer öffnet. Gäbe es sie nicht, lebten wir vielleicht im Paradies. Aber könnten wir dann evoluieren in höhere Bereiche des Bewusstseins?

Auch die Matrix war eine Art Paradies. Aber wir mussten sie verlassen. Wir alle, ohne Ausnahme. Der Weg geht durch ein Tor oder eine Pforte, verboten oder scheinbar verboten, erlaubt oder unfreiwillig, von einer Welt in eine andere.

Wer in ein paradiesisches Nirwana möchte, hat Mutterbauchsehnsucht und sträubt sich, die Herausforderungen seiner Inkarnation zu akzeptieren.

Wir können schwerlich die Verantwortung für die gegenwärtige Inkarnation übernehmen, wenn wir alles tun, um uns in Scheinrealitäten zu flüchten. Und zu dieser Verantwortung gehört, die eigenen Emotionen, das ureigene Verlangen, die eigene Verschiedenheit anzuerkennen und konstruktiv auszudrücken.

Jedes Verlangen ist im Grunde legitim und destruktive Akte sind immer und ohne Ausnahme eine Folge der gewaltsamen Unterdrückung des Verlangens, nicht seiner Akzeptierung. Nur Gewalt erzeugt Gewalt. Liebe und Frieden können nicht destruktiv sein. Wer sein Verlangen liebt und durch passive Beobachtung (Krishnamurti) kennen lernt, wird es integrieren können, so abwegig es auch sein mag gemessen an gesellschaftlichen Normen. Und dann öffnet sich eine Tür, die nicht verboten ist …

Im Neuen Denken, dem sogenannten New Age, besteht eine immer stärker sich abzeichnende innere Übereinkunft, dass nur eine neue Synthese all den Schaden, den ein naturfremdes kartesianisch fundiertes, schizoides (gespaltenes) Analysieren und Vivisezieren verursacht hat, teilweise wieder gut machen kann. Eine solche Synthese kann nicht an der Natur vorbeigehen und, auf den Menschen bezogen, nicht an der menschlichen Natur.

Ein Denken, das den Menschen als von Grund auf schlecht oder wie auch immer negativ beurteilt, kann nicht im Einklang stehen mit der Lebensenergie, die ein positives Strömen ist, ein Fliessen. Negativität wird erzeugt von Angst, die ihrerseits durch eine Blockade des élan vital hervorgerufen wird.

Ein solches negatives, neurotisches, von Angstblockaden erfülltes Denken ist, was, auf kollektiver Ebene, die letzten Jahrhunderte oder gar Jahrtausende der Menschheit bestimmt hat. Wäre dem nicht so, hätte die Menschheit sich nicht einen dornenreichen Weg durch Kriege, Massaker, Tyrannei und Unterwerfung, Mord an sich selbst, an der Mutter Natur, am Leben selbst, geschaffen, auf dem sie nun vielleicht einen Moment anhält, um zu verschnaufen und eine Bilanz zu ziehen, und nachzudenken, wie man vielleicht anders voran kommen kann? Anders in dem Sinne, dass Fortschritt mit weniger Verlusten und größerer Freude und Erfüllung im Diesseits ermöglicht wird, im Einklang mit dem Leben und seiner Energie, in Harmonie mit sich selbst und in voller Anerkennung des Sinns der Inkarnation hier auf Erden.

Sicher, es hat Tribalkulturen gegeben und es gibt sie noch heute, die solche Art Weisheit leben und das schon immer wussten, was wir heute wiedererkennen, das besitzen, was wir heute wiederfinden und das züchteten, was wir ungezüchtet haben.

Solche Kulturen fielen der Destruktivität des Nicht–Lebens, des Anti–Lebens zum Opfer. Sie wurden fast ausgerottet. Solche Kulturen besaßen und besitzen das tiefe Wissen um die Zusammenhänge der größeren Natur, der Dimension, in welcher das Sichtbare und Greifbare eingebettet ist, des wahren — freiheitlichen — spirituellen Raums. Heute sagt man, der Mode gemäss, die auch an Worten nicht halt macht, sie hätten das Ganze des Lebens erkannt und holistisch gelebt.

Die Taoisten des alten China sagten, dass leben im Einklang mit dem Tao bedeutet, auf dem Weg zu sein, mit der Leere zu leben, die Leere in sich selbst zu verwirklichen. Und ein großer Weiser wie Krishnamurti nannte es totale Aufmerksamkeit. Eine solche Aufmerksamkeit auf alle inneren und äußeren Vorgänge und Phänomene des Lebens bringt etwas hervor, das nicht in Worten zu sagen ist, weil es jenseits des menschlichen Denkens liegt, jenseits aller Kategorien, und sich dem willentlichen Zugriff entzieht.

Krishnamurti erkannte die Spaltung des Bewusstseins in einen bewussten und einen unbewussten Teil, wie ihn die Psychoanalyse voraussetzt, bekanntlich nicht an. Er argumentierte, dass es lediglich das Denken sei, das diese Spaltung vornehme, dass das Bewusstsein als solches jedoch ganz und unteilbar sei. Daher könne der Sinn des Lebens nur darin bestehen, diese ursprüngliche Ganzheit des Seins zu erkennen und zu verwirklichen.

Astrologie stellt eine von vielen Erkenntnismöglichkeiten dar, den Sinn und die Ganzheit des Seins zu erkennen, den Sinn auch der gegenwärtigen Inkarnation im Hier–und–Jetzt. Sie ist ein ausgefeiltes Projektionssystem, das die einzelnen psychischen Energien symbolisch verdeutlicht und in eine Beziehung zueinander setzt. Ob die Energien uns von aussen zukommen, von den Planeten auf uns einstrahlen, oder aber lediglich in unserer eigenen Psyche sich befinden, und wir sie auf die Planeten projizieren, oder ob, was wohl der Wahrheit am nächsten kommt, Mikrokosmos und Makrokosmos ein einziges Ganzes sind und miteinander in einer stetigen Wechselwirkung stehen, ist letztlich belanglos.

Tatsache ist, dass das Leben Wechselspiel energetischer Zusammenhänge ist, Gebärde und Emanation der einen Ur–Energie, der man in den verschiedenen Religionen unterschiedliche Namen gab, die aber letztlich namenlos, weil gestaltlos ist.

Astrologie war von alter Zeit her die geheiligte Wissenschaft und sie erfüllte bei allen hohen Kulturen die Aufgabe, sozusagen den Rat Gottes zu erfahren. Sie war im alten Babylon und Ägypten und im alten Indien des Brahmanentums ein Bereich des Wissens schlechthin und als solche in den Händen des gelehrten Klerus. Und, um nicht zu vergessen, hatte Astrologie einen sehr hohen erkenntnistheoretischen Status bei den Druiden, in der altägyptischen Kultur oder auch den vorkolumbischen Hochkulturen Lateinamerikas, Azteken, Mayas, Inkas; bei all diesen Völkern spielte die Astrologie eine bedeutende Rolle in ihrer Spiritualität.

Die Wissenschaft von der Selbstkenntnis

Eine Reform der Astrologie stellt diese große herrliche Tradition keinesfalls in Frage. Im Gegenteil baut sie auf dieser Tradition auf. Nichts kann im luftleeren Raum erschaffen werden und auch eine neue Astrologie, die, um die Erkenntnisse der Psychologie und Psychoanalyse bereichert, sich neue Aufgaben stellt und sich dem Befrager auf neue Weise nähert, kann letztlich auch nur mit Wasser kochen und baut auf das Wissen der Tradition auf. Keine neue Wahrheit also, sondern eine neue Art, den Menschen die Wahrheit zu sagen.

Eine neue Astrologie, die als notwendiges Element einer von kollektiver ‘Religiosität’ befreiten individuellen Spiritualität sich als mögliche Hilfe bei der Wahrheitsfindung anbietet, geht von der Tatsache aus, dass kein Schicksal uns auf den Kopf fällt, wie es eine vulgarisierte Astrologie glauben machen mag, sondern dass wir alles, was uns widerfährt, selbst wählen.

Ob man diese Wahrheit nun mit der Lehre des Selbst begründet, wie sie vor allem durch Ramana Maharshi im Westen bekannt wurde, oder ob man auf die allgemeinen psychologischen Wahrheiten bezüglich der Funktionsweise des Unterbewusstseins zurückgreift, bleibt letztlich gleichgültig. Tatsache ist, dass bei einer spirituellen, psychologischen oder humanistischen Astrologie die Interpretation des Horoskops eine anders gewichtete Bedeutung annimmt. Denn in einer solchen Astrologie kann weder von ‘Voraussagen für die Zukunft’ die Rede sein, noch kann eine dualistische Auffassung astrologischer Daten, wie zum Beispiel die Beurteilung bestimmter Planeten oder Energien in glücklich/unglücklich, harmonisch/unharmonisch, positiv/negativ, gut/schlecht, und so fort, aufrechterhalten werden.

Voraussagen für die Zukunft basieren immer auf dem Jetzt, das heißt auf dem gegenwärtigen Bewusstseinsinhalt, und es kann daher nur darauf ankommen, mit Hilfe eines projektiven Systems, seien dies Tarockkarten, das I Ging, das Los, Astrologie, Numerologie oder aber direkt durch Meditation und Gebet die gegenwärtige Geisteshaltung der betreffenden Person zu ergründen.

Schicksal, also das, was uns im äußeren Dasein widerfährt, und welches wir also erfahren, ist folglich, als Projektion und Inkarnation unseres inneren Lebens und unserer Gedanken, unseres Bewusstseinsinhalts, nichts Statisches oder Unveränderliches oder gar Vorherbestimmtes.

Diese Erkenntnis führt uns vor Augen, dass das, was wir freien Willen nennen, sich in der Tat auf unsere inneren Bewusstseinsprozesse bezieht. Freier Wille bedeutet, dass wir die Macht besitzen, unser Denken zu lenken und damit bis zu einem gewissen Grade unser Schicksal selbst bestimmen zu können.

Astrologie und Kreatives Gebet

Um näher zu verdeutlichen, welches Ziel sich die hier vorgeschlagene reformierte Astrologie stellt, sei es mir erlaubt, eine Parallele aufzuzeigen, die das I Ging und seine Interpretation betrifft.

Es mag einigen Lesern bekannt sein, dass von dem alten chinesischen Weisheitsbuch mehrere Übersetzungen und Interpretationen existieren, die mehr oder weniger stark voneinander differieren. Heute kann man von zwei Standardübersetzungen ausgehen: derjenigen von Richard Wilhelm und der, jüngeren Datums und in manchen Punkten der Übersetzung Wilhelms widersprechend, von John Blofeld. Doch in all diesen Übersetzungen wurde das I Ging in seiner ursprünglichen Form oder Fassung dargestellt, das heißt mit seinen verschiedenen Voraussagen wie Gelingen, Heil oder Beschämung, Unglück, und so fort.

Demgegenüber hat Joseph Murphy, in seinem Werk Das I–Ging Orakel ihres Unterbewusstseins (1988) eine neue, reformierte Version des I Ging vorgestellt, die sich auf eine neugeistige Interpretation der Bibel stützt und die vollkommen befreit ist von irgendwelchen Voraussagen.

Dr. Joseph Murphy ist weltweit bekannt als einer der Begründer der neugeistigen Bewegung in den Vereinigten Staaten. Sein Genie bestand darin, die Wahrheiten der Bibel, in ihrem überkonfessionellen Sinn als spirituelle Wahrheiten, in einer modernen, dem heutigen Menschen verständlichen Sprache dargestellt zu haben, einer Sprache, die sich um die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie und der Funktionsweise des menschlichen Unterbewusstseins bereichert sieht.

Dr. Murphy kommt das Verdienst zu, der Menschheit eine Methode geliefert zu haben, die er das wissenschaftliche Gebet nannte, und die in idealer Weise dazu führt, negative Bewusstseinsinhalte, die energetische Blockaden verursachen und unsere Beziehung zur Wahrheit des Lebens verformen, durch positive Affirmationen gleichsam zu ersetzen und dadurch unser Unterbewusstsein zu reinigen von Schuldgefühlen und allem, was uns daran hindert, die allpräsente Gnade harmonischen Seins anzunehmen.

Joseph Murphy, der Doktor in Jura, Philosophie und Theologie war, stand das notwendige geistige Potential zur Verfügung, die Wahrheit hinter allen organisierten Religionen zu erkennen, die Wahrheit auch, die sich durch Philosophie darstellt und die sozialen Wahrheiten und das Bewusstsein dessen, was fundamental recht ist. Er kam nach allen seinen Studien zu der Erkenntnis, dass es dem Menschen nicht an Gesetzen, Ordnungen, Regeln mit ihrem System von Strafe und Belohnung mangelt, sondern an dem Bewusstsein der Gnade, des Verzeihens und der Erkenntnis, dass Schuld und Sühne vollkommen ungeeignet sind, den Menschen auch nur um ein Jota zu verbessern.

Die neugeistige Theologie, deren Mitbegründer Murphy war, geht davon aus, dass, wie es das Evangelium unmissverständlich predigt, dem Menschen die göttliche Gnade unkonditionell, also ohne, dass er sie sich erst verdienen müsste, zur Verfügung steht, und dies für jeden Menschen, ganz gleich, was er an sogenannter Sünde auf sich geladen hat. Einzige Bedingung dieser Gnade ist der Glaube an die Existenz der Vergebung oder Gnade. (Ich gebrauche hier bewusst das christliche Vokabular, weil Dr. Murphy sich ebenfalls dieser Terminologie verschrieb).

Dr. Murphy sucht mit vielen Beispielen aus psychologischen und therapeutischen Heilmethoden, die sich auf die Glaubensfähigkeit des Menschen stützen, die Wahrheit aufzuzeigen, dass Glaube in der Tat Berge versetzt, dass es Glaube und einzig Glaube ist, der uns heilt, und dass wir vom Leben alles das erhalten, woran wir fest und ohne Zweifel glauben. In seiner Studie über das I Ging hat Murphy die Wahrheit jedes der 64 Hexagramme des chinesischen Weisheitsbuches intuitiv erfasst und die einzelnen Linien und Voraussagen in einer Weise gedeutet, dass sie sich auf innere und nicht auf äußere Vorgänge beziehen. Seine Interpretation ist daher völlig frei von all den Moralismen, die Konfuzius und seine Schüler in das I Ging einbrachten und stellt lediglich eine Art Projektionssystem für unser Unterbewusstsein dar, das uns erlaubt, seinen Inhalt zu erforschen. Dabei assoziierte Murphy jede Hexagrammlinie der Zeichen des I Ging mit einem Bibelspruch, den er dann mit einfachen und jedermann verständlichen Worten auslegt.

Diese Interpretation des I Ging wird der vorkonfuzianischen Doktrin weisen Verhaltens in der Tat gerecht, denn sie geht den Weg, der von den alten Weisen Chinas, vor allem von Laotse, als das Tao bezeichnet wurde. Man würde in unserer modernen Terminologie von dem Weg der Mitte reden, der Extreme und jede Art von Fanatismus klug vermeidet und sich darauf beschränkt, mit dem Leben und seinen Zyklen mitzuschwingen.

In die I Ging — Interpretation Joseph Murphys floss seine große Kraft des Glaubens mit ein und seine tief humane Überzeugung, dass alles, was den Menschen in seinem Bewusstsein bewegt, und sei es, gemessen an moralisierenden Schablonen, noch so ‘abartig,’ eine Daseinsberechtigung hat — und einen Existenzgrund. Gestützt auf die jahrelangen Forschungen vieler Wissenschaftler, Gelehrter und Philosophen, fand Dr. Murphy heraus, dass in der Tat unser Denken es ist, das die Welt bewegt und dass jede Art von Moral in unserem Denken ihren Urgrund und ihre Ausgangsbasis hat.

Das Revolutionäre an dieser Methode ist der Verzicht auf jede Art von moralischer Bewertung unserer Bewusstseinsinhalte, in dem festen Glauben nämlich, dass die höhere Weisheit, die in uns wohnt, alles, was in unserem Denken destruktiv oder dem Leben und seinen Gesetzen zuwider läuft, was also sozusagen verbogen ist, sich durch das Gebet und den Glauben von allein, also autoregulativ, wieder gerade richtet.

Dieser Glaube an Selbstregulation durch die Kraft des Glaubens ist nicht etwa biologisch zu verstehen, sondern rein spirituell–geistig. Er geht davon aus, dass die Materie eine Energieform ist und alle Energie Geist und göttliche Kraft darstellt. Gut oder Böse im menschlichen Handeln und Denken stellt sich als Faktor dafür dar, wie sehr es uns gelingt, mit der Lebensenergie zu schwingen und zu arbeiten, mit dem Resultat von gutem konstruktivem Denken und Handeln, oder ob wir entgegen den universellen Wahrheiten denken und räsonieren und dadurch destruktives Denken und Handeln erzeugen.

Diese Erkenntnis wird durch alle neueren Forschungsergebnisse der Psychologie und Psychiatrie bestätigt. In jeder Art von Therapie wird im Grunde das natürliche Heilpotential, das sich im Unterbewusstsein des Patienten befindet, aktiviert und unterstützt. Jede Therapie ist daher im Grunde Auto–Therapie. Auch Hypnose, so weiß man durch genauere Untersuchungen, ist letztlich Auto–Hypnose. Denn niemand kann im Geiste einer anderen Person Eingang finden, wenn diese andere Person nicht die Tür öffnet, niemand kann, um es metaphorisch auszudrücken, in einem Felde etwas einsäen, wenn der Boden, weil er verhärtet ist, nichts aufnehmen will oder kann.

Auch in der medikamentösen Therapie mit Beruhigungs– und Schlafmitteln, auch Schlaftherapie genannt, wird im Grunde auf das natürliche Heilpotential des Patienten selbst, wie es in seinem Unterbewusstsein angelegt ist, zurückgegriffen. ‘Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf,’ drückt der Volksmund diese Wahrheit aus; das heisst nichts anderes, als dass die universelle Heilkraft, die Vitalkraft in uns, die alles schafft und erhält, kraft unseres Unterbewusstseins auf unsere ganze Geist–Körper Einheit einwirkt, um sie zu heilen und zu erneuern.

Eine Methode der Selbsterfahrung

Diese Ausführungen sollten uns darauf hinführen, auch die Astrologie unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten, einer Optik, die sie von einer Wissenschaft der Sterndeutung zu einer Wissenschaft der Geistdeutung erhebt.

Denn worum es im Grunde geht, sind nicht die Sterne, sondern unser eigener Geist. Sicherlich manifestiert sich der Weltgeist, der universale Logos, in einer höheren, sozusagen kosmischen Ordnung, der viele oder alle Manifestationen der Schöpfung miteinander in dialektische Beziehung setzt. Aber sehen wir genauer hin, so stehen wir doch in unmittelbarster Beziehung zunächst einmal mit unserem eigenen Geist, unserem Höheren Selbst, das, als Teil des Weltgeistes, unser Sein leitet und durchdringt.

So betrachtet wird Astrologie zu einer Wissenschaft des Selbstes, zu einer ausgefeilten, und wirklich funktionierenden Methode der Selbstkenntnis und Selbsterkenntnis, die allen, die sich ihrer ernsthaft bedienen, um ihr Selbst und ihr Karma zu erkennen, dazu verhilft, ihre wahres Wesen zu realisieren. Damit aber wird Astrologie zu einem Pfad der Weisheit, zu einem individuellen Weg der Befreiung.

Um der Bedeutung dieser Zielsetzung gerecht zu werden, muss die Astrologie nicht nur in ihrem Verständnis, sondern auch in ihrer Anwendung transformiert oder reformiert werden. Diese Reform bezieht sich vor allem auf die folgenden Aspekte:

  • Deutung der astrologischen Daten;
  • Primäre Ausrichtung der astrologischen Erkenntnis auf den gegenwärtigen Bewusstseinsinhalt und nicht auf zukünftige Ereignisse;
  • Einbeziehung des wissenschaftlichen Gebets in den astrologischen Divinationsprozess, um heilend und korrigierend auf Fehleinstellungen einzuwirken und damit künftiges Geschehen in segenvoller Weise zu lenken.

Es ist ersichtlich, dass es sich bei einer solchen neuen Astrologie nicht mehr um eine rein deskriptive, um nicht zu sagen ‘fatalistische’ Astrologie handelt, sondern um eine positive und seinsfreundliche, aktive Astrologie, eine solche, die nicht nur konstatiert und warnt, sondern die zu neuen, veränderten und konstruktiven Handlungsweisen verhilft. Eine solche neue Astrologie versteht sich denn auch idealiter als Lebenshilfe.

Gott oder unser Schicksal, der universale Weltgeist oder wie immer man diese allumfassende Kraft bezeichnen will, ist voller Liebe und Güte für uns. Sie will uns weder strafen, noch verdammen. Jedes Verhalten, das auf Strafe oder Verdammen aus ist, wird geleitet von unserem eigenen Geist, genauer gesagt, von dem darin enthaltenen Programm, das, mit Schuldgefühlen durchsetzt, mit Minderwertigkeitskomplexen angereichert, an dem mangelt, was man Generalvertrauen ins Leben oder Gottvertrauen nennen könnte.

Fühlen wir uns also bestraft, leben wir in Umständen, die wir als unserer unwürdig empfinden, erleiden wir demütigende oder respektlose Behandlung seitens anderer Menschen oder sind wir ganz einfach alles satt, des Lebens leid oder sonst unglücklich, so hat all das seine Ursache nicht etwa darin, dass ein irgendgeartetes nebulöses Schicksal uns strafen will, sondern weil wir selbst uns dieses Geschehen, diese Lebensumstände, durch die in unserem Unterbewusstsein eingeprägten negativen Gedankenformen, selbst angezogen haben.

Karma ist Gnade, da die weise Führung, der wir stets gewahr werden, uns immer auf dem für uns erdenklich besten Weg leitet. Das Problem ist nur meist, dass es uns an Urvertrauen in diese universelle Leitung fehlt.

Das wissenschaftliche Gebet hilft uns dabei, dieses verlorengegangene Urvertrauen wiederherzustellen, und zwar indem wir uns in wiederholten Gebeten auf die göttlichen Attribute wie Frieden, Wohlwollen, Liebe, Harmonie, Kraft, Gesundheit, Vollendung, Glück und Freiheit voll innerlich einstimmen, indem wir uns mental und emotional von dem Strom göttlicher Liebe durchströmt fühlen.

Dies zeigt sich darin, dass wir innerlich sehr ruhig und entspannt werden, dass wir ein tiefes Empfinden von Glück und Harmonie haben, sowie Freude und Dankbarkeit verspüren, am Leben teilhaben zu dürfen, und dass wir dann, als Folge dieser inneren Kraft, auch nach aussen hin kraftvoll und optimistisch werden, voller Wohlwollen für uns selbst und für die ganze Schöpfung, sowie unsere Mitmenschen.

Auf dieser Ausgangsbasis, durchdrungen vom Strom göttlichen Friedens und göttlicher Harmonie, wird uns das Leben und, nicht zuletzt, ein Blick auf die Daten unseres Horoskops, sehr viel rosiger erscheinen, als dies gewöhnlich der Fall zu sein pflegte. Schauen wir uns, solchermaßen befreit von Angst und schwarzen Gedanken, einmal die traditionelle Deutung gewisser astrologischer Daten an, so kommen wir zu neuen und überraschenden Schlussfolgerungen.

Als erstes werden wir wohl die Einteilung der Planeten in günstige und ungünstige, harmonische und disharmonische und ähnlichen Unsinn völlig fallen lassen, weil wir verstehen, dass solche Einteilungen im Grunde Kategorien sind, die wir den Energien in unserem Geiste projektiv auferlegen, die aber in Wahrheit nicht existieren.

Vielmehr ist es so, dass jeder Energie unseres Geistes, die astrologisch durch einen Planeten symbolisiert wird, eine bestimmte Funktion zukommt, die im Zusammenspiel aller Energien und Kräfte unseres Bewusstseins wichtig und unabdingbar ist. Um etwas mit den herkömmlichen Begriffsschablonen zu spielen, so wären wir alle langweilig, total rational, erzkonservativ und fett, und jeder Fortschritt im Bewusstsein würde stillstehen, hätten wir die Wahl, unser Horoskop selbst zu bestimmen. Warum? Weil wir uns mit guten Jupiterenergien vollgestopft hätten, Uranus möglichst auf Distanz gehalten und Pluto ganz eliminiert hätten, und den Mond natürlich so nebenbei auch, weil er uns zu launisch, wechselhaft und lunatisch macht …

Was für eine entsetzliche Welt hätten wir da erschaffen! Zum Glück ist es so, dass die universale Weisheit bei weitem unsere beschränkte menschliche logisch–kausale Intelligenz überschreitet und ein sehr feines Raster geschaffen hat, in dem alle Energien, die das Leben leiten, exakt ausbalanciert sind und ihren Platz haben. So ist unser Geist denn auch daraufhin angelegt, diese Harmonie, dieses Gleichgewicht immer wieder aufs Neu einzupendeln. Das bedeutet, dass wir geistige und natürlich auch körperliche Extreme vermeiden und den Prinzipien des Friedens und der Harmonie immer den Vorzug geben sollten.

Ein kluger Mann hat einmal gesagt, dass Karma den ignoranten Menschen bindet, den Weisen aber befreit. In der Bibel heißt es, dass alles zum Besten dessen verläuft, der Gott liebt. Und im Gastmahl Platons lesen wir, dass derjenige seinen ideal zu ihm passenden Liebling erhält, der seinen Gott ehrt und liebt.

Im Grunde sagen alle Religionen und Philosophien das gleiche aus, indem sie uns zum lieben aufrufen. Liebe dich selbst! Liebe deinen Nächsten! Liebe das Leben! Liebe alles, was ist! Liebe!

Wer liebt, dem gereicht alles zur Liebe. Umgekehrt gilt natürlich auch; wer hasst, dem gereicht alles zum Hass. Wer die Welt rot sehen will, dem wird sie sich rot darstellen. Wer die Welt grün sehen will, dem wird sie grün erscheinen. Wer die Welt als Grab sehen will, dem wird sie sich als riesiger Friedhof präsentieren. Wer die Welt bunt und freudig sehen will, dem wird sie als ewiges Festmahl erscheinen.

Wer die Welt so sehen will, wie sie ist … der verlangt zuviel! Wer kann sich je ganz von seiner subjektiven Brille befreien? Doch solange wir Brillen brauchen, weil wir nicht, wie der Weise, die Dinge sehen, wie sie sind, sollten wir diese Brillen doch wenigstens putzen …

Astrologie, wird sie richtig, das heißt seriös, betrieben, kann uns einen Weg aufzeigen zur Transformation, zu größerer Weisheit, zu umfassenderem Verständnis des Lebens und der eigenen Ganzheit, der eigenen Individualität in ihrer Einbettung in ein globales mikro– und makrokosmisches Gefüge. Die uns durch die Zivilisation weitgehend verlorengegangene Vision innerer und äußerer Einheit, die zum Beispiel die Indianerkultur in nahezu perfekter Weise realisiert hat, kann uns durch ernsthafte Beschäftigung mit Astrologie wieder erstehen.

In einer solchen spirituellen Astrologie, als Wissenschaft der Erforschung des Geistes, ist kein Platz für abwertende Schablonen und dualistische Teilungen, die Lebensangst ausdrücken oder hervorrufen, statt die Ganzheit und wunderbare Perfektion des Lebensprozesses aufzuzeigen.

Die hier vorgeschlagene Betrachtungsweise baut denn auch auf die moderne humanistische Astrologie auf, wie sie von Dane Rudhyar, Liz Greene und Alexander Ruperti entwickelt wurde und die sich unter Bereicherung eines profunden psychologischen und tiefenpsychologischen Wissens von vielen der alten Dualismen befreit und geläutert hat.

Auf der Basis dieser bereits etablierten Astrologie, möchte der vorliegende Ansatz sich als ein zusätzliches Mosaiksteinchen verstehen, um eine Möglichkeit der Synthese aufzuzeigen zwischen karmisch orientierter Astrologie und glaubensmäßig fundiertem Weltbild.

Die Integration von Energien

Jede Art von konstruktivem und kreativem Handeln ist die Frucht einer Integration von Energien. Jede Emotion, jede innere Regung, jede Intuition, ist ein energetischer Vorgang, und gleichzeitig unsere Wahrnehmung dieser spezifischen Energie.

Unser Leben verläuft in dialektischen Bahnen, auf einer spiralförmigen Kurve der Evolution, als eine Art Pendeln zwischen den beiden Hauptenergien Yin (kalt, passiv, schwarz, weiblich, empfangend, und mit dem Mondes assoziiert) und Yang (heiß, aktiv, weiß, männlich, gebend, und mit der Sonne assoziiert).

Gesundes Leben ist ein natürliches Oszillieren zwischen diesen beiden energetischen Polen, wobei phasenweise die eine oder die andere Polarität überwiegen mag, sich jedoch immer wieder ein Gleichgewicht zwischen beiden einstellt. Neurotisches Leben ist demgegenüber ein Zustand, wo die Psyche in der einen oder der anderen Energie befangen und das Oszillieren auf ein Mindestmass herabgeschraubt oder gänzlich gestoppt ist.

Astrologie als Projektionssystem psychischer Energie zeigt uns an, auf welche Weise die vielfältigen Energien, die aus den mannigfaltigen Kombinationsmöglichkeiten von Yin und Yang hervorgehen, in einem gegebenen Zeitpunkt in unserer Psyche zusammenwirken.

Es geht dann darum, mithilfe dieser Information zu einer höchstmöglichen Integration dieser Energien zu gelangen. Die Sterne, wie ein alter Spruch betont, ‘neigen’ nur, aber sie ‘bestimmen’ nicht.

In moderner Weise formuliert, bedeutet dies, dass alle durch die Planeten und ihre Konstellation im Horoskop identifizierbaren psychischen Energien in uns bestimmte Konstellationen von Gefühlen, Gedanken, Stimmungen, Neigungen und Verlangen hervorrufen. Diese inneren Vorgänge, als Gedanken, Verlangen, Gefühle empfunden, können spannungserzeugend oder aber harmonisierend sein, vorwärtstreibend oder hemmend, aber sie haben alle eine letzte Zielrichtung: unsere Evolution zu fördern, unsere spirituelle Entwicklung zu unterstützen und uns der Perfektion näher zu bringen.

Von daher wird verständlich, dass derjenige, der sich innerlich befreit hat und Meister seiner inneren Energien ist, kaum noch hin– und hergeworfen wird vom Kaleidoskop spannungserzeugender Emotionen, sondern seine innere Ruhe bewahrt. Man könnte auch sagen, dass ein solcher Mensch, kraft seiner Evolution sein Geburtshoroskop in einem solchen Masse ‘hinter sich gelassen’ oder modifiziert hat, dass dieses im Grunde keine Gültigkeit mehr für ihn besitzt. Manche Astrologen tragen dieser Tatsache Rechnung, indem sie neue Formen astrologischer Projektion schaffen, wie zum Beispiel das heliozentrische Horoskop oder die Berücksichtigung von aussergalaktischen Energien.

Ein Realisierter ist nicht etwa emotional unsensibel geworden, denn dann wäre er krank, sondern er ist durch die Schärfe seines Bewusstseins in der Lage, die inneren Prozesse zu erkennen, zu beobachten und solchermaßen konstruktiv zu lenken. Ein solcher Mensch hat seine inneren Kanäle geöffnet und dadurch Antennen entwickelt, die ihn in die Lage versetzen, psychische Energien von großer Subtilität zu spüren, zu unterscheiden und zu lenken. Solche Energien können außerhalb des herkömmlichen, auf unsere Galaxis bezogenen Projektionssystems der zehn Planeten liegen. Sie können sich zum Beispiel auf Sirius oder die Pleiaden beziehen.

Wiederum ist es für unsere Betrachtung ohne Belang, ob diese Energien nun von den besagten Energiesystemen ‘herkommen’ oder ob wir sie in unserer eigenen Psyche tragen, und die fraglichen Sterne uns nur als Projektionsobjekte dienen.

Richtig verstanden, sind solche Energien omnipräsent, da ihre Fortbewegungsgeschwindigkeit die der Lichtgeschwindigkeit bei weitem übersteigt. Es ist also letztlich fast lächerlich, angesichts dieser Tatsache überhaupt noch von Bewegung zu reden; es handelt sich eigentlich um das, was man in der Quantenphysik als Quantenteleportation bezeichnet. Ich sehe dies so, dass auf der Ebene des Quantenfeldes, wir mit diesen Energien sozusagen verschränkt sind (quantum entanglement). Daher hat jede auch nur minimale Veränderung in der Schwingung solcher Energien einen direkten Einfluss auf unsere Psyche und unser ganzes Denken und Handeln.

Die Integration von psychischen Energien fängt damit an, sie zu erkennen.

Auch hier helfen die Erkenntnisse der Quantenphysik, dies besser erklären zu können. Dadurch nämlich, dass wir solche Energien aktiv beobachten, werden sie ‘erkennbar’ und dadurch wiederum integrierbar. Man kann dies zum Beispiel üben mit den Energien der zehn Planeten Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Ich habe dies getan im Jahre 1994 und die Folge war eine spontan kreierte Komposition, in der ich jede dieser Energien musikalisch ausdrückte und die Komposition Planets betitelte.

Bei diesem Prozess der Integration also hilft uns die Astrologie, da sie unser Bewusstsein für diese inneren Energien schärft. Allerdings räume ich ein, dass wir diese Energien auch durch Meditation, Kontemplation oder durch aufmerksame Beobachtung unserer inneren Vorgänge gewissermassen erfühlen können.

Dieser letztere Weg, der vor allem von Krishnamurti propagiert und entwickelt wurde, hat den großen Vorteil, dass er völlig individuell ist und unabhängig von allen äußeren Sinngebern und Gurus. Denn es ist unleugbar, dass selbst der aufrichtigste und kompetenteste Astrologe eine subjektive Seite hat und, statt die Energien der Person, die ihn konsultiert zu ergründen, auf dem Wege der Interpretation deren Horoskops, seine eigenen Energien in dieses Horoskop projiziert und als solche seines Gegenüber identifiziert. Sicherlich ist die Gefahr solcher Projektionen umso geringer, je umfassender das Bewusstsein des Astrologen ist, je rückhaltloser er das in seiner eigenen Psyche befindliche, in seinem eigenen Horoskop widergespiegelte Kaleidoskop von Energien erkannt und integriert hat. Aber letzteres ist nicht unbedingt bei jedem Astrologen der Fall.

Dr. Joseph Murphy, dessen Methode des wissenschaftlichen Gebets ich bereits weiter oben besprochen habe, drückt sich übrigens in allen seinen Werken ganz klar und deutlich gegen die Astrologie aus. Seine Argumentation ist ähnlich wie die Krishnamurtis; er argumentiert, dass Astrologie, Hellseherei oder Kartenbefragungen die Autonomie des Individuums, seinen eigenen Weg der Befreiung intuitiv zu erfahren, ableugnet und den suggestiven Aspekt, den jede Art von im weitesten Sinne spiritueller Beratung und Führung in sich trägt, herunterspielt.

Der Unterschied zwischen beiden Wegen ist erheblich. Denn Krishnamurti spricht sich deutlich gegen jede Form von Auto–Suggestion aus, da diese natürlich auch aus dem Ego komme, während Murphy gerade ein System vorstellt, das die Autosuggestion ganz bewusst als eine Art von ‘spirituellem Zugpferd’ einsetzt. Der Grundgedanke, obwohl auf den ersten Anblick hier zwei entgegengesetzte Philosophien sich darstellen, ist jedoch in Wahrheit der gleiche.

Krishnamurti lehrt uns, dass sich Wahrheit dann einstelle, wenn wir die Energien unseres Ego aufmerksam beobachten; dann stelle sich, da das Ego im Zustande völliger Aufmerksamkeit praktisch ausgeschaltet oder offen ist, die Wahrheit als höherer Bewusstseinszustand sozusagen automatisch oder spontan ein. Murphy lehrt, dass sich Wahrheit einstelle, wenn das Ego, durch die Kontemplation von spirituellen Wahrheiten sich der uns allen innewohnenden universellen Wahrheit öffne und uns leite in dem, was für uns und alle Wesen das Beste sei.

Interessant ist, dass sich die von Joseph Murphy vorgestellte Methode auch in anderen Kulturen findet, vor allem in der Kultur der nordamerikanischen Indianer. Dhyani Ywahoo, in ihrem Buch Am Feuer der Weisheit (1988), zeigt Formeln der Wahrheit auf, die der spirituell suchende Mensch, an den sich dieses Buch, als eine Kompilation der spirituellen Tradition der Tsalagi (Cherokee) Indianer richtet, in seiner täglichen Meditation anwenden sollte.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich hierbei um eine der ganzen Menschheit angehörige universale Weisheit handelt, die sich auf die Erkenntnis der Natur der menschlichen Psyche stützt.

Interessanterweise lehren die durch Medien empfangenen Botschaften aus anderen Dimensionen, wie zum Beispiel Jane Roberts’ Seth Material, die von Sanaya Roman sich ausdrückende Einheit Orin und die Botschaften von den Pleiaden, die von Barbara Marciniak gechannelt wurden, auch nichts anderes.

Alle diese Lehren sehen, in einem viel höheren Masse, als dies zu einem früheren Zeitpunkt der menschlichen Geschichte der Fall war, Leben als energetischen Vorgang.

Diese Auffassung ist in der Tat diejenige, die man ursprünglich hatte von der Astrologie, als diese, etwa fünftausend Jahre vor unserer Zeitrechnung bei den Sumerern, im alten Babylon, aber auch in Ostasien aufkam. Obwohl wir heute letztlich sehr wenig wissen von der wahren Weisheit dieser alten Völker, denn schließlich verbrannte das erste große Kompendium des damaligen Weltwissens, die Bibliothek von Alexandria, ist doch vom Standpunkt der heutigen Evolution der Menschheit aus gesehen eine neue Betrachtungsweise der Astrologie dringend erforderlich.

Auch wenn man im Ansatz der Meinung sein könnte, dass sich an der Wurzel nichts geändert hat, so ist doch unleugbar, dass in der Formulierung, im Vokabular, in der Kommunikation der astrologischen Fakten ein radikaler Wandel stattfinden muss, und zum Glück auch teilweise bereits stattgefunden hat.

Astrologische Wahrheitsfindung

Wenn wir nun darangehen wollen, diesen etwas veränderten Ansatz der Astrologie in seinen praktischen Folgerungen aufzuzeigen, sollten wir uns zunächst einige Basistatsachen der astrologischen Projektion in Erinnerung rufen.

Das Horoskop ist vom Ansatz her multivektoral. Vektoren sind:

  • die Zeichen;
  • die Häuser;
  • die Planeten;
  • die Mondknoten;
  • der Glückspunkt.

Alle Konstellationen und die aus ihnen ableitbaren Energiekomplexe der Individualpsyche ergeben sich aus den Beziehungen dieser Vektoren zueinander. Also zum Beispiel:

  • Planeten in den Zeichen;
  • Planeten in den Häusern;
  • Aspekte der Planeten;
  • Mondknoten in den Zeichen;
  • Mondknoten in den Häusern;
  • Glückspunkt in den Zeichen;
  • Glückspunkt in den Häusern;
  • Transite der Planeten

Transitaspekte der Planeten —

  • zu natalen Planeten;
  • zu anderen Transitplaneten.

Progression des Geburtshoroskops —

  • Progressionskonstellationen der Planeten;
  • Progressionsaspekte der Planeten.

Nicht nur der Astrologe weiß, wie komplex die menschliche Psyche ist. Aber unter denen, die es wissen, wissen es Astrologen vielleicht am sichersten.

Erstellte man ein Geburtshoroskop unter Berücksichtigung aller der oben aufgeführten Vektoren und ihrer Beziehungen zueinander, mitsamt einer ausführlichen, nicht nur intuitiven, sondern verbalen Interpretation dieser Vektoren, füllte das Horoskop einer jeden Person, eines jeden Menschen, ein stattliches Buch.

Es ist leicht einsehbar, dass dies zwar eine sehr schöne, sehr noble und vielleicht auch sehr lukrative Aufgabe sein mag, dass der Person selbst damit aber kaum gedient wäre — abgesehen von den paar Individuen auf der Welt, denen ihr dem Einstein–IQ äquivalenten Intelligenzquotient es erlaubt, eine solche Masse von Information so zu verarbeiten, dass außer einem Haufen Konfusion noch praktische Leitfäden für das eigene Denken und Handeln sich herauskristallisieren.

Man kann natürlich, wie viele oder gar die meisten Astrologen dies tun, behaupten, dieser eine oder jener andere Aspekt sei ‘wichtiger’ als die übrigen und die Interpretation des Horoskops solchermaßen auf den als wichtig bezeichneten Aspekt limitieren. Es gibt zum Beispiel Astrologen, die nur die Mondknotenanalyse durchführen und daraus alle wesentlichen Aspekte des Horoskops ableiten, ohne den übrigen vielfältigen Vektoren des Horoskops überhaupt nur einen Blick zu gönnen.

Ein anderer Weg wäre, alle Aspekte des Horoskops zu beachten und gegeneinander abzuwägen, die Gesamtsynthese aber auf einen Umfang zu begrenzen, der dem Aufnahmevermögen eines durchschnittlichen Zeitgenossen angemessen ist.

Dies ist der Weg, der hier vorgeschlagen wird.

Dabei werden die einzelnen Vektoren und ihre Beziehungen zueinander möglichst nicht durch räsonierend–analytisches Denken ermittelt, sondern eher synthetisch, durch eine Art intuitiver Gesamtschau der betreffenden Energien, also des gesamten Energiekomplexes. Weiterhin wird, wie bereits ausgeführt, jedes Mal die betreffende Energie als eine Hilfe zu weiterer Evolution gewertet werden.

Das Buch, in dem eine solchermaßen neue, und doch so alte, Astrologie, wie ich sie hier kurz skizzierte, dem Leser dargeboten wird, ist noch zu schreiben. Neben der theoretischen Einleitung, auf die sich das vorliegende Kapitel beschränkt, wäre vor allem ein praktischer Teil einzufügen, der die einzelnen astrologischen Konstellationen und Vektoren im einzelnen darstellt und erklärt.

Viele neuzeitliche und qualifizierte Astrologen haben die alten Quellen wieder ausgegraben und Schätze gefunden in dem, was die Alten hinterließen. Jedoch ist unser Zeitalter nun einmal ein ganz anderes, als das der Antike. Wenn auch universelle Werte gleich geblieben sind, so hat unsere Zeit doch eine ganz spezifische Charakteristik, die sie von allen vorangegangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden menschlicher Geschichte unterscheidet. Die Menschheit steht gegenwärtig vor einem grundlegenden Bewusstseinswandel, den man getrost mit dem Ausdruck Revolution des Bewusstseins umschreiben kann.

Dies hat zur Folge, dass divinatorische Daten nicht nur in einem größeren kosmischen Rahmen gesehen und interpretiert werden müssen, sondern vor allem, dass sie heute mehr denn je als relativ betrachtet werden müssen. Damit meine ich, dass heute und noch mehr in der Zukunft das Denken weniger statisch und immer mehr dynamisch wird und damit die Divination, ob es nun die astrologische, numerologische, kartomantische oder sonstige ist, weniger absolut erscheint.

Denn wenn der Mensch weiß, dass er seine Zukunft kraft seines Denkens selbst bildet und mit seinem Denken aktiv und positiv arbeitet, kann er jede noch so akribisch ergründete Vorhersage in ihrem Kern verändern. Denn es gilt der Grundsatz, dass die Sterne nicht bestimmen, sondern lediglich neigen, das heißt, Tendenzen angeben.

Um es schlagwortartig auszudrücken, und damit auf den Kern zurück zu kommen, so meine ich, dass das positive Denken, wird es in seinem Grundsatz konsequent und kontinuierlich angewandt, im Grunde jede Divination auf die Dauer zwar nicht ganz überflüssig machen wird, sicher aber mehr und mehr in ein Hilfswerkzeug zur eigenen Arbeit am Denken verwandeln wird. Damit verliert die Divination wohlgemerkt nicht ihre Bedeutung. Lediglich ihr Schwerpunkt und ihr Anwendungsbereich mag sich ändern.

Dies ist im Grunde auch nicht verwunderlich. Jede Wissenschaft ändert sich in dem Masse, wie das Bewusstsein, das sie schließlich hervorbrachte, sich ändert. In der Physik haben wir die Transition durchgemacht vom mechanistischen zum quantumdynamischen Standpunkt, und sind uns heute der Relativität bewusst, die den Faktor Mensch in seiner Eigenschaft als Beobachter in jedes wissenschaftliche Experiment mit einbringt.

Dieses Bewusstsein der Relativität und der dialektischen Beziehung zwischen Beobachter und beobachtetem Objekt oder Geschehen hat uns im Westen der Weisheit des Orients geöffnet, die immer schon alle Zusammenhänge des Lebens als energetisch und damit wandelbar und zyklisch auffasste.

Im Bereich des sogenannten esoterischen Wissens kann es nicht anders sein. Auch hier werden statische Standpunkte mehr und mehr zugunsten eines relativ und zyklisch definierten neuen Weltbildes aufgegeben werden müssen.

Damit wird auch die Frage, ob es denn nun eine sogenannte Prädestination gäbe, eine Frage, die die Astrologie wohlgemerkt immer schon negativ beantwortete, endgültig obsolet geworden sein.

Das kreative Gebet

Es ist offensichtlich, dass man das kreative Gebet auch praktizieren kann ohne die astrologische ‘Diagnose.’ Ich bin mir bewusst, dass viele, die zu mehr innerem Frieden gelangen möchten, sich den Umweg über die Astrologie ersparen möchten, jedoch davon überzeugt sind, dass sie ihr Unterbewusstsein in die Transformation ihres Lebens einbeziehen wollen. Dies einfach, weil es der effektivste Weg ist. Und je mehr Menschen, als Individuen, ihre eigene Welt frei von Krieg machten, und ihre Gedanken frei von Konflikt, umso mehr können sie beitragen zum Weltfrieden.

Fragen rufen oft Ärger oder Konfusion hervor, oder beides, und das öffnet nicht selten die ‘innere Tür.’ Dies ist so, weil die Idee, etwas zu ‘wissen’ in spiritueller Hinsicht das grösste Hindernis der wahren Erkenntnis ist. Das Wissen muss als solange ‘hinterfragt’ werden, bis es wie eine Seifenblase zerplatzt — dann ist der Weg offen, und die Erde gepflügt, und die Saat kann eingegeben werden. Ich biete denn auch in diesem Kapitel eine Arbeitstechnik zur evolutiven Arbeit im Selbst an, die auf dem aufbaut, was ich im fünften Kapitel bereits darlegte.

Ich habe in den Jahren 1990 bis 1992 eine Psychotherapie absolviert und habe während der Zeit die Arbeit mit positiven Affirmationen begonnen, die ich später unter dem Konzept des ‘kreativen Gebets’ zusammenfasste.

Um die Grundsätze hier kurz zu wiederholen, und zum besseren Verständnis der Technik, fasse ich hier vorweg einmal stichwortartig zusammen, um was es geht hier:

— Alle Realität kommt ‘von innen’, als Inkarnation unseres Innenlebens;

— Wenn unser Innenleben Frieden ist, inkarnieren wir Frieden ins Leben;

— Innerer Frieden entsteht bei Abwesenheit von inneren Widersprüchen;

— Der durch Moralismen entfachte ‘innere Krieg’ muss ein Ende finden;

— Das Unterbewusstsein ist kreativ, aber nur insoweit wir es aktivieren;

— Das Unterbewusstsein wird kreativ aktiviert durch positive Affirmationen;

— Wir müssen beim Wiederholen des Gebets den Inhalt als wahr empfinden;

— Das Unterbewusstsein ist empfangsbereit im sogenannten Alpha–Zustand;

— Der Alpha–Zustand ist aktiviert durch tiefe Entspannung und Gehenlassen;

— Affirmationen müssen konfliktfrei und klar und präzise formuliert sein;

— Affirmationen müssen das Beste wollen für alle, nicht nur für einen selbst;

— Gebete sollten in der Regel dreimal am Tag statt finden, zumindest zweimal;

— Es ist Gelassenheit erforderlich, damit Gebete ‘zur Wirkung kommen;’

— Jeder geistige Zwang ist kontraproduktiv, denn Angst ist dann im Spiel;

— Erfolgsangst wird effektiv vermieden, wenn man keine Erwartungen hegt;

— Erfolgsangst wird besonders erzeugt durch zeitlich fixierte Erwartungen;

— Das Unterbewusstsein ist schöpferisch, daher braucht es Handlungsfreiheit;

— Klugheit ist wichtig beim Formulieren der Gebete, der Affirmationen;

— Wenn sie zu eng sind, hat das Unterbewusstsein zuwenig kreativen Raum;

— Wenn sie zu weit gefasst sind, fehlt ihnen der Zuschnitt auf unser Leben;

— Affirmationen sind richtig, wenn sie sich beim Lesen richtig ‘anfühlen;’

— In dem Fall hat man ein wohltuendes Gefühl von innerer Macht und Reichtum.

Was ist Religio?

Was steht am Ende der spirituellen Suche? Ein mehr oder weniger zurechtgeformtes Bild von Gott und der Welt, dem man sich mehr oder weniger blind verschreibt? Oder eine religiöse Ideologie, die uns zu Fanatismus und Intoleranz treibt? Oder etwa die Generalresignation und Glaube an das baldige Ende der Zeiten?

Wahre Religion zeigt den Weg oder besser gesagt Rückweg zu einer höheren Form von Realität. Dies hat mit Glauben in dem Sinne, wie die Religionen dieses Wort definieren, nicht das Geringste zu tun. Es ist eher im Sinne des von Carl Jung geprägten Bonmots gemeint: ‘Ich glaube nicht, ich weiß!’ Es geht darum, unser eigenes Kontinuum wieder zu erreichen, unsere eigene Wahrheit, die nämlich, die unserer persönlichen Realität eigen ist, und diese Wahrheit in unser tägliches Dasein zu integrieren. Der Begriff der Religion kommt aus der lateinischen Sprache; religio bedeutet Wiederanbindung, Wiederverbindung oder Rückbindung.

Der moderne Mensch neigt dazu, nur das als Realität zu definieren, was er mit den Sinnen erfassen und erfahren kann. Dies, so könnte man auch sagen, ist eine Realität des Körpers und der Sinne.

Religion führt zu einer umfassenderen Realität, die die Realität des Körpers nicht leugnet, sondern als Teil ansieht einer umfassenden Geist–Körper Realität. Genauer wäre es, von einer psychosomatischen Realität zu sprechen. Manche Weise, so zum Beispiel Ramana Maharshi, gebrauchen dafür den Begriff des höheren Selbstes oder einfach des Selbstes. Sie sprechen vom Wiederfinden des Selbstes oder der Vereinigung mit dem Selbst.

Dieses höhere Selbst ist nicht etwa unsere durch Konditionierungen aller Art geformte Persönlichkeit. Das Wort ‘Persönlichkeit’ kommt vom Griechischen persona, welches Maske bedeutet. Die Persönlichkeit ist also so etwas wie unsere gesellschaftliche Maske; sie ist nicht unser wahres Wesen. Dies gilt gleichermaßen für das, was man in der Psychologie das Ego nennt, also die Willensperson, das Wachbewusstsein, der bewusste Wille. Auch dies ist nicht unser wahres Wesen und manche Weise behaupten gar, das Ego sei reine Illusion, da es in Wahrheit nicht existiere. Das Selbst hingegen könnte man als die Verbindung zu unserer individuellen kosmischen Dimension bezeichnen.

Kein religiöses oder sonstiges Glaubenssystem kann uns diese Dimension vermitteln. Allerdings kann unsere eigene, individuelle Wahrheit uns befreien von der Fesseln einer falschen, weil reduktionistischen Realität, also einer solchen, die mehr von der Realität leugnet, als sie davon anerkennt und wahrnimmt.

Die Realität unserer modernen Welt und vor allem unserer modernen Wissenschaft und Medizin sind ganz klar reduktionistische Systeme, ohne Seele, ohne Geist und ohne wahre Einsicht. Es sind Systeme, die den Menschen weitgehend zur Maschine degradieren, und die genau deswegen unfähig sind, das zu halten, was sie versprechen. Sie sind deswegen ungeeignet, zum Weltfrieden beizutragen.

Weisheit des Unterbewusstseins

Es gibt gewisse Praktiken der Selbstfindung, Methoden wie zum Beispiel der innere Dialog, oder bestimmte Meditationstechniken, die es uns erleichtern, unsere beschränkte rein intellektuelle Sicht des Lebens, die auf einer reduktionistisch–kausalen Beurteilung der Realität beruht, zu überwinden und uns dem Bereich jenseits des Denkens öffnen. Allerdings nutzt alles Praktizieren nichts, wenn es nicht mit Liebe und Wohlwollen und viel Geduld uns selbst gegenüber geschieht. Praktiken wie Yoga, Meditation oder Tai Chi Chuan helfen uns, zu einer Harmonisierung von Geist und Körper zu gelangen, aber es sind ganzheitliche Methoden, die also den Körper implizieren, und von daher erfordern sie lange Übung.

Doch darüber hinaus ist es notwendig, dass wir wieder zu einem einheitlichen Bewusstsein gelangen. Denn unser Bewusstsein ist seit Jahrtausenden gespalten, schizoid. Dies ist ein kollektives Phänomen. Aber auch individuell ist es leider so, dass wir, infolge mehr oder weniger widriger Lebenserfahrungen, vor allem in der Kindheit, einen Großteil unserer Empfindungen und damit einen Teil unserer eigenen Wahrheit einfach abgespalten haben.

Diese Abspaltung war die Folge der Verdrängung. Die Verdrängung war ihrerseits die Folge von Angst. Durch diesen Prozess der Abspaltung oder schizoiden Spaltung wurde unwahr, was wahr war und wir begannen, die Realität verzerrt zu sehen, wie durch eine Brille, die Perspektiven verfälscht.

Dieser Verzerrung unseres Bewusstseins können wir nur dadurch abhelfen, dass wir die negativen, lebensfeindlichen Einstellungen ändern, das heißt sie durch lebensfreundliche und lebensbejahende Affirmationen ersetzen.

Dieser Arbeit an unserem Unterbewusstsein kommt große Bedeutung zu. Es ist dies eine Art von Reinigungsprozess unserer gesamten Wahrnehmung. Warum ist diese Arbeit so wichtig? Negative Einstellungen führen zu negativen Erfahrungen, weil wir uns immer das anziehen, was wir bereits in uns haben. Ist unser Bewusstsein erfüllt von Hassgefühlen, Zorn und Streitlust, von Neid und Eifersucht, und von Angst, so werden wir erleben, dass uns andere Menschen eben diese Gefühle entgegenbringen.

Wir werden uns, ohne dies bewusst zu wollen, diese Lebenserfahrungen gleich einem Magnet anziehen, denn diese Erfahrungen inkarnieren genau das, was wir in unserem Unterbewusstsein in Gedankenform und als Gefühle gespeichert haben.

Nun wollen wir uns aber nicht solche Erfahrungen anziehen. Vielmehr streben wir nach Liebe, Glück, Harmonie, Erfolg und Erfüllung im Leben. Das bedeutet aber, um uns solche Wohltaten anzuziehen, sie zuerst in unserem Geiste wachsen zu lassen. Sie müssen gewissermaßen erst in unserem eigenen Garten gewachsen sein, bevor wir sie pflücken und in die Welt hinaustragen können. Wir müssen diese Werte folglich als Wahrheiten bejahen und als Bestandteile unseres Lebens akzeptieren.

Diesen Prozess haben Autoren wie James Redfield mit dem Aufrechterhalten einer Vision (holding the vision) verglichen und dies ist meines Erachtens ein sehr schönes Bild dafür.

— James Redfield, Die Vision von Celestine (2004).

Es ist als mache man ein Diapositiv mit einem Motiv, das man sehr schön findet oder einem Gegenstand, den man unbedingt haben möchte, und dann projiziert man dieses Bild auf eine Leinwand und schaut es sich so lange an, bis es im eigenen Geiste lebt. Und jedesmal, wenn es im Geiste schwächer wird, schaut man nochmals auf die Leinwand, um das Bild wieder ganz frisch und lebendig im Geiste erstehen zu lassen. So erhält man seine Vision.

Ganz wie man eine Pflanze nicht ohne Licht und Pflege zu ihrer vollen Kraft und Schönheit heranziehen kann, so müssen wir die Wahrheiten der Liebe, der Harmonie, des Friedens, der Gesundheit und des Reichtums gleich einem Kinde in uns großziehen. Es nützt also nichts, dass wir uns tadeln für einen negativen Gedanken oder Wunsch, für ein Hassgefühl, für niedrige Handlungsweise.

Vielmehr müssen wir uns sogleich vergeben, und zwar ganz bewusst, das heißt, indem wir uns ruhig und sanft unserer Vision besinnen. Die folgende Affirmation mag dabei behilflich sein.

Ich vergebe mir hier und jetzt alle Schwäche, alle Negativität und alle niedrigen Verhaltensweisen meinen Mitmenschen und mir selbst gegenüber, sowohl für die Vergangenheit als auch die Gegenwart. Für die Zukunft, die ich jetzt erschaffe, unterstelle ich meinen Geist den Wahrheiten, die ihn reinigen und mit Liebe, Harmonie, Frieden, Licht, Gesundheit und Reichtum erfüllen. Dies ist wunderbar.

Man könnte das Unterbewusstsein auch das weibliche Prinzip und unser Wachbewusstsein das männliche Prinzip nennen. Unser Unterbewusstsein bringt getreu das hervor, das wir ihm an bewussten Gedanken einprägen, ganz so wie sich Wachs unter einem Siegel formt.

Durch unser gewohnheitsmäßiges Denken konditionieren wir die Bedingungen unseres Daseins. Dieses Denken nun können wir ändern, indem wir unserem Unterbewusstsein Gedanken einpflanzen, die dem entsprechen, was wir uns im Leben wirklich wünschen. Dabei sollten wir beachten, dass wir bei der Prägung unseres Unterbewusstseins mit neuem positivem Inhalt uns ebenfalls des Mittels allmählicher Gewöhnung bedienen müssen. Das geht nicht über Nacht. Um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, müssen wir kontinuierlich arbeiten an dieser Aufgabe ohne jedoch dabei geistigen Zwang auszuüben.

Die Arbeitsmethode

Wie tut man dies nun in der Praxis? Wir sollten uns zumindest dreimal am Tag eine kleine etwa zehnminütige Pause gönnen, die wir unserer spirituellen Arbeit widmen. Diese Arbeit ist einfach und sanft.

Wir entspannen uns und affirmieren langsam und mit innerer Überzeugung, ruhig und voller Frieden einen oder zwei kurze Sätze, die ausdrücken, was wir im Leben realisieren möchten, die also unsere Vision prägnant umschreiben.

Die fruchtbarsten Momente, um den Samen unseres Bewusstseins in die Gebärmutter unseres Unterbewusstseins einzupflanzen, sind:

  • Morgens gleich nach dem Aufwachen;
  • Abends, kurz vor dem Schlafengehen;
  • Am Mittag, kurz vor oder nach einem Mittagsschlaf.

Warum sind diese Momente des Tages besonders geeignet, um unsere Vision unserem Unterbewusstsein anzuvertrauen? Um es zu verdeutlichen, möchte ich auf die Funktionsweise unseres Geistes hinweisen.

Unser Gehirn besteht aus zwei Hirnhälften, die man auch linke und rechte Hemisphäre nennt. Die linke Hemisphäre beheimatet unser rationales, logisches, Denken, also unseren Intellekt und Sprachzentrum, oder grob gesagt unser Wachbewusstsein. In der rechten Hemisphäre sind das intuitive und assoziative Denken und die Empfindungswelt angesiedelt. Hier befindet sich, wieder vereinfacht gesagt, unser Unterbewusstsein. Was geschieht nun, wenn wir uns in einem entspannten Bewusstseinszustand, befinden den man auch Alpha–Zustand nennt, weil unser Gehirn im Entspannungszustand längere Alpha Wellen erzeugt, als die kürzeren Beta Wellen, die das rationalen Denken charakterisieren?

In einem solchen Zustand der tiefen Entspannung sind die beiden Hirnhälften, die durch den sogenannten Balken oder Corpus callosum miteinander verbunden sind, besser synchronisiert.

Man kann sich das bildhaft mit der Kupplung eines Automobils vergegenwärtigen. Die Kupplung synchronisiert den Motor mit dem zu bewegenden Radkörper des Automobils. Im idealen Falle, wenn die Kupplung nicht betätigt ist, stehen Motor und Radkörper in unmittelbarer Verbindung. Sie sind miteinander verkoppelt. Treten wir die Kupplung, lösen wir die Verbindung.

Übertragen wir dieses Beispiel nun auf das menschliche Gehirn, so lässt sich sagen, dass im Alpha–Zustand linke und rechte Hemisphäre in idealer Weise miteinander verkoppelt sind und daher in optimaler Harmonie zusammenarbeiten. Die Forschung hat überdies aufgezeigt, dass die höchste Form von Intelligenz nur dann erreicht werden kann, wenn die beiden Hirnhälften in idealer Weise zusammenwirken beim Denken und bei kreativen Projekten. Zur analytischen Intelligenz muss die intuitive Einsicht hinzutreten, oder wie man es unwissenschaftlich ausdrückt, ‘Geist und Herz’ müssen zusammenwirken, damit ein Mensch in vollkommener Weise funktioniert.

Jeder, der ein wenig Genieforschung betrieben hat, weiß, dass sich alle Genies, und nicht nur Albert Einstein, dieser Tatsache ganz bewusst bedienen und die unbegrenzten Möglichkeiten ihres Unterbewusstseins bei ihrer Pionierarbeit voll einsetzen und ausschöpfen. Was Einstein anbetrifft, so weiss man, dass er kleine ‘Nickerchen’ machte, kurze Schlafpausen von einigen Minuten, in der er sich der Weisheit seines Unterbewusstseins bediente, indem er nämlich vor dem Einschlafen in vollem Gottvertrauen seinem Unterbewusstsein das fragliche mathematische oder physikalische Problem kurz darstellte und dann oft nach dem Schläfchen mit der Antwort erwachte.

Viele Kinder, die natürlich und ohne die intellektuellen Schablonen moderner Erziehung aufwachsen, bedienen sich in ähnlicher Weise, und ohne die Mechanismen zu kennen, ihres Unterbewusstseins zur Lösung ihrer täglichen Probleme oder um sich Sorge und Liebe anzuziehen.

Die Hirnforschung hat zutage gebracht, dass sich fast alle Tiere und sogar Pflanzen die meiste Zeit über im Alpha–Zustand befinden.

Ich wage zu behaupten, dass dies auch beim Menschen der Fall war, bevor er seinen Intellekt hypertrophierte. Ich bin überzeugt, dass bei den Eingeborenenvölkern ebenfalls die meisten Menschen die meiste Zeit im Alpha–Zustand leben und dass sie deswegen so glücklich sind. Die sogenannte Zivilisation brachte es mit sich, dass dieser originäre Bewusstseinszustand uns leider nach und nach verloren ging.

Das Potential an Weisheit unseres Unterbewusstseins dient uns nicht nur zur Erfüllung unserer täglichen Wünsche und Anliegen, sondern hat vor allem die hervorragende Aufgabe, uns unsere Lebensmission zu enthüllen, uns mit unserer individuellen Realität in Kontakt zu bringen. Insofern sind wir es gewohnt, von Intuition zu sprechen.

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